Microsoft Office Befehlslisten zu Outlook und Word

Auch heute kam wieder eine interessante und vielleicht für den einen oder anderen hilfreiche Meldung über den BBSB-Inform-Verteiler, die ich gerne auch hier veröffentliche.

„wollen sie einfach und schnell mit den Microsoft Office Produkten Word und Outlook 2013 arbeiten? Suchen sie nach Trix und Kniffen, wie das einfach mit Tastaturbefehlen geht?

Dann sind die Befehlslisten zu Microsoft Office Word 2013 und Microsoft Outlook 2013 von Werner Krausse richtig für sie. Er hat diese Befehlslisten verfaßt und stellt sie allen Interessierten zum Download auf seiner Homepage zur Verfügung.

Werner Krausse ist selbst blind und Experte auf dem Gebiet der Nutzung von Standardsoftware mit Screenreadern für Blinde.

Sie erreichen seine Homepage unter dem Link http://www.werner-krausse.de.

Das BIT-Zentrum des BBSB produziert die Befehlslisten in den gängigen Medienformen für Blinde und Sehbehinderte. Noch läuft die Produktion. Sie können sich aber schon heute auf die Bestellerliste setzen lassen. Wenden sie sich an das BIT-Zentrum

BIT-Zentrum
Arnulfstraße 22
80335 München
Telefonnummer: 0 89 / 55 9 88 136
Fax: 0 89 / 55 9 88 336
E-Mail: bit@bbsb.org

Falls Sie sich selbst direkt in den BBSB-Inform-Verteiler eintragen möchten, können Sie dies durch eine leere Mail ohne Betreff an die Adresse bbsb-inform-subscribe@bbsb.org tun. Das Redaktionsteam des Verteilers, Judith Faltel und Gustav Doubrava, erreichen Sie per Mail über die Adresse bbsb-inform@bbsb.org.

Weiterhin wird Ihnen BBSB-Inform, wann immer Sie das wollen, am Telefon vorgelesen. Wählen Sie: 08 71 / 7000 14000, um diesen Service wharzunehmen. Es gilt das für den benutzten Anschluss vereinbarte Verbindungsentgelt ohne Aufschlag.

WIPO-Konferenz verabschiedet historischen Vertrag zur Beendigung der Büchernot

Im Newsletter DBSV-Direkt, Ausgabe Nr. 27-13, wurde heute folgende sehr erfreuliche Meldung für Blinde und Sehbehinderte veröffentlicht:

„Darauf haben blinde und sehbehinderte Menschen in der ganzen Welt lange gewartet – lesen Sie die folgende erfreuliche Meldung des DBSV-Referenten für internationale Zusammenarbeit, Hans Kaltwasser.

Nach schwierigen Verhandlungen haben die mehr als 600 Delegierten der diplomatischen Konferenz der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) in Marrakesch in der vergangenen Woche einen neuen Vertrag beschlossen, der für blinde, seh- und lesebehinderte Menschen den Zugang zu urheberrechtlich geschützten Werken verbessert. Damit findet eine seit fünf Jahren von der Weltblindenunion (WBU) und Europäischen Blindenunion (EBU) geführte und vom DBSV aktiv unterstützte Kampagne ihren erfolgreichen Abschluss, deren Ziel die Beseitigung der „Büchernot“ ist.

Das neue WIPO-Abkommen verpflichtet die Vertragsparteien dazu, im jeweiligen nationalen Urheberrecht eine Regelung zugunsten blinder, seh- und lesebehinderter Menschen vorzusehen, die die Vervielfältigung und Weitergabe von Werken in einem barrierefreien Format erlaubt. Einer Einwilligung der Rechteinhaber bedarf es hierzu nicht. Solche Regelungen gibt es bereits heute in 60 Mitgliederstaaten der WIPO. Sie gelten jedoch nur national und schließen bislang die Weitergabe über Landesgrenzen aus. Der neue Vertrag harmonisiert die urheberrechtlichen Beschränkungen und Ausnahmeregelungen weltweit, so dass die Blindenbüchereien ihre Bücherbestände künftig auch über Grenzen hinweg austauschen können. Selbst die Lieferung an einzelne Betroffene ist im Rahmen des neuen WIPO-Vertrages erlaubt. Auch blinde, seh- und lesebehinderte Menschen in Deutschland werden von den neuen Regelungen profitieren, weil z. B. der Zugriff auf Buchbestände in anderen Ländern leichter und rascher möglich wird.

In einer ersten Stellungnahme würdigte EBU-Präsident Wolfgang Angermann die Einigung in Marrakesch als historischen Schritt zur Beseitigung der Büchernot und ermahnte die Regierungen, jetzt zügig die Umsetzung des Vertrags anzugehen. „Der WIPO-Vertrag ist ein guter Vertrag. Er wird jedoch erst dann den Zugang blinder, seh- und lesebehinderter Menschen zu Büchern verbessern, wenn er ratifiziert und umgesetzt wird.“

Zur Ratifizierung des Vertrags ist die Unterzeichnung durch mindestens 20 WIPO-Mitgliedsstaaten erforderlich. Nach Einschätzung von Experten gilt dies als sicher, zumal mit dem neuen Abkommen einem langjährigen Wunsch vor allem der Entwicklungsländer entsprochen wird. Nähere Einzelheiten zu den WIPO-Verhandlungen und eine Einschätzung der neuen Regelungen finden Sie in Kürze unter:

http://www.buechernot.dbsv.org“

Der Newsletter „DBSV-direkt“ ist der Online-Informationsservice des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV). Falls Sie diesen Newsletter abonieren möchten, schreiben Sie eine leere Mail an join-dbsv-direkt@kbx.de.

Umfrage bezüglich eines Navigationsystems für blinde und sehbehinderte Menschen

Im BBSB-Inform-Newsletter des Bayerischen Blinden und Sehbehinderten Verbund e.V. wurde vor einigen Tagen folgender Text bzw. Aufruf zur Teilnahme an einer Umfrage bzgl. eines Navigationssystems für blinde und sehbehinderte Menschen veröffentlicht. Folgendes wurde geschrieben:

Das Projekt „m4guide“ befasst sich mit der lückenlosen Navigation von Tür zu Tür und plant hierfür die Entwicklung einer Applikation (App) für Smartphones. Um die Anforderungen blinder und sehbehinderter Menschen an diese App zu erheben, haben die Projektpartner eine Online-Umfrage gestartet. Unter www.m4guide.dbsv.org ist bis zum 31. August 2013 ein Fragebogen zu finden, der unter anderem Fragen zum individuellen Mobilitätsverhalten und zum Umgang mit technischen Geräten umfasst. Der DBSV ruft alle Betroffenen auf, sich an der Umfrage zu beteiligen und ihre Erfahrungen und Erwartungen einzubringen.

Das Navigationssystem „m4guide“ soll auf Fußwegen, in Bus und Bahn wie auch innerhalb öffentlicher Gebäude einsetzbar sein. Neu an der Entwicklung sind vor allem die punktgenaue Ortung im Blindenstockradius und die Navigation im Indoor-Bereich. Erste Anwendungsgebiete der App werden Berlin-Mitte mit ausgewählten Großgebäuden sowie der Kreis Soest sein. Das dreijährige Projekt wird von 13 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und öffentlicher Verwaltung unter Beteiligung des DBSV durchgeführt und durch das Bundeswirtschaftsministerium gefördert.

Die Politik unterstützt derzeit mehrere Projekte zur nachhaltigen Mobilität, die explizit die Bedürfnisse behinderter Menschen berücksichtigen. Dazu gehört auch das Projekt „InMoBS“ (Innerstädtische Mobilitätsunterstützung für Blinde und Sehbehinderte), das Anfang des Jahres eine große Umfrage startete. Die Projektpartner stehen im Sinne einer konkreten Umsetzung der Ergebnisse im gegenseitigen Austausch.

Mehr Infos zu den aktuellen Navigationsprojekten finden Sie im Internet unter < ahref="www.m4guide.de" title="www.m4guidede.de">http://www.m4guide.de und http://www.inmobs.de.

Petition für den Zugang zu barrierefreier Literatur für blinde und sehbehinderte Menschen

Über den Newsletter DBSV-Direkt des Online-Informationsservice des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes wurde folgende, wie ich finde, sehr wichtige Information für Blinde und Sehbehinderte verbreitet. Bitte unterstützen Sie doch die unten angesprochene Petition und helfen Sie so blinden und sehbehinderten Menschen zukünftig vielleicht leichter an Literatur in geeigneter Form zu kommen!

Aus dem Newsletter:

vom 14. bis 28. Juni 2013 findet in Marrakesch eine diplomatische Konferenz der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) statt. Dort soll ein Vertrag beschlossen werden, der den Blindenbibliotheken den grenzüberschreitenden Austausch barrierefreier Bücher erlauben würde. Lesen Sie dazu den folgenden Aufruf des DBSV-Referenten für internationale Zusammenarbeit, Hans Kaltwasser.

Die Europäische Blindenunion und der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband bitten Sie, die folgende Petition der Weltblindenunion zu unterstützen. Mit Ihrer Unterstützung tragen Sie auch dazu bei, dass blinde und sehbehinderte Menschen in Deutschland Zugang zu den Beständen ausländischer Blindenbibliotheken bekommen. Vielen Dank.

"Seit Jahren gibt es Bemühungen um einen Vertrag, der es Blinden und Sehbehinderten besonders in Entwicklungsländern ermöglichen soll, leichter an Literatur zu kommen. Zurzeit werden viele Titel mehrfach von Blindeneinrichtungen in verschiedenen Ländern produziert, weil die barrierefreien Bücher international nicht ausgetauscht werden dürfen. Der Vertrag, der seit 25 Jahren in Arbeit ist und eigentlich diesen Monat in Marokko unterzeichnet werden soll, sieht vor, dass dieser internationale Austausch möglich wird und dass Verlage und Autoren nicht um Erlaubnis gebeten werden müssen, wenn eine Blindeneinrichtung ein Buch in einem barrierefreien Format produzieren möchte. Das sind Regelungen, die in den USA schon gelten und auf deren Grundlage z. B. http://www.bookshare.org arbeitet.

Dieser Vertrag wurde bis vor Kurzem auch von der amerikanischen Regierung unterstützt, die aber nun verschiedenen Lobbygruppen nachgegeben hat und nicht mehr hinter dem Vertrag steht. Auch in Europa versucht die mächtige Wirtschaftslobby BusinessEurope, den WIPO-Vertrag zu verhindern. Das Zustandekommen scheint nun ernsthaft gefährdet.

Die Weltblindenunion verbreitet nun eine Petition auf dem Kampagnen-Netzwerk http://www.avaaz.org, mit der die Länder, die den Vertrag nun nicht mehr unterstützen, dazu aufgefordert werden sollen, das Recht auf Literatur und Bildung für blinde und sehbehinderte Menschen nicht den Interessen der Konzerne unterzuordnen.

Ziel ist es, das Thema prominent in die Nachrichten zu bringen. Manche Kampagnen von Avaaz waren in der Vergangenheit sehr erfolgreich. Deshalb ist es wichtig, diese zu unterstützen."

Den originalen Wortlaut der Petition finden Sie unter diesem Link:

www.avaaz.org/en/treaty_for_the_blind

Und hier die Anleitung zum Ausfüllen:

Wenn man bereits an einer anderen Petition auf http://www.avaaz.org teilgenommen hat, trägt man nur seine E-Mail-Adresse in das erste Eingabefeld ein und sendet seine Unterschrift ab.

Unterstützt man zum ersten Mal eine Avaaz-Petition, trägt man in das zweite Eingabefeld auf der Seite seinen Namen ein. In das dritte Feld kommt die E-Mail-Adresse. Nun wählt man sein Land aus, also Germany, und trägt in das letzte Feld (postal code) seine Postleitzahl ein.

Nun kann man durch Klicken auf “Send” seine Unterschrift abschicken.

Weitere Informationen unter http://www.buechernot.dbsv.org.