Oberstes Deutsches Sozialgericht erzielt 95 % beim BITV Test zur Barrierefreiheit von Webseiten

Das Informationsangebot des Bundessozialgerichts im Internet ist für alle Menschen, insbesondere für Menschen mit Behinderungen, sehr gut zu nutzen. Im abschließenden BITV-Test zur Barrierefreiheit erzielte die Website des obersten deutschen Sozialgerichts 95,5 von maximal 100 Punkten. Der Prüfbericht der BIK Beratungsstelle Hamburg bescheinigt damit dem Webangebot des Bundessozialgerichts eine sehr gute Zugänglichkeit.

Seit der Neugestaltung seines Internetauftrittes im Februar 2013 achtet das Bundessozialgericht besonders auf die Barrierefreiheit. Ziel ist es, dass auch Menschen mit Behinderungen die Informationsangebote optimal nutzen können.

Barrierefreiheit betrifft sowohl technische als auch gestalterische und redaktionelle Aspekte der Website. Ihre Vorgaben reichen von ausreichenden Helligkeitskontrasten über aussagekräftige Alternativtexte, etwa bei Grafiken oder Bedienungselementen, bis hin zu Erläuterungen in leichter Sprache.

Der BITV-Test ist ein Prüfverfahren für die umfassende und zuverlässige Prüfung der Barrierefreiheit von informationsorientierten Webangeboten. Grundlage für den BITV-Test ist die Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV 2.0). Der Test umfasst insgesamt 50 Prüfschritte. Zu jedem Prüfschritt gibt es ausführliche Erläuterungen, die beschreiben, was genau geprüft wird, warum das wichtig ist und wie in der Prüfung vorzugehen ist. Das Prüfverfahren ist im Detail offengelegt. Die Bewertung erfolgt nach einem Punktesystem, insgesamt können maximal 100 Punkte erreicht werden. Ab 90 Punkten wird ein Webauftritt als „gut zugänglich“ bewertet, ab 95 Punkten als „sehr gut zugänglich“. Entwickelt wurde der BITV-Test durch das vom Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung geförderte Projekt BIK (Barrierefrei informieren und kommunizieren).

Nach §§ 1-3 der Verordnung zur Schaffung barrierefreier Informationstechnik nach dem Behindertengleichstellungsgesetz (Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung – BITV 2.0) sind Internetauftritte und die dort eingestellten zum download bestimmten PDFs als sog. Internetangebote barrierefrei zu gestalten. Wenn es sich um ein sog. neues Angebot im Sinne des § 4 Abs. 2 BITV 2.0 handelt, ist die barrierefreie Zugänglichmachung bereits bei der Erstellung zu berücksichtigen.

Sollten Sie feststellen, dass ein Internetauftritt nicht barrierefrei ist, können Sie die Barrierefreiheit einfordern. Falls Sie eine Rechtsberatung oder Rechtsvertretung zu diesem Anspruch wünschen, empfiehlt Birgit Haberberger, Bereichsleitung Beratung und Rehabilitation beim BBSB, sich an Ihren Landesverband oder an die RBM in Marburg zu wenden.

„Blinder Programmierer schreibt Tools für Sehbehinderte“

„Blinder Entwickler schreibt Tools für Sehbehinderte“, so lautet der Titel eines Artikels, der am 6. Mai auf Heise veröffentlicht wurde.

Konkret geht es im Artikel um den blinden Dresdner Softwareentwickler Jan Blüher, der vielen blinden und sehbehinderten Benutzern von Apple-Geräten ein durch seine Beiträge in den einschlägigen Mailinglisten ein Begriff sein dürfte. Jan Blüher bzw. seine Softwareschmide VisorApps entwickeln Apps, z.B. den Farbscanner ColorVisor, die barrierefrei aufgebaut sind und somit ohne Einschränkungen von blinden und sehbehinderten auf iOS-Geräten verwendet werden können. Weiterhin berät Jan Blüher andere App-Entwickler in Fragen der Zugänglichkeit von Apps in Sachen Barrierefreiheit und Zugänglichkeit.

Der Artikel über Jan Blüher kann über den folgenden Link vollständig gelesen werden:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/Blinder-Entwickler-schreibt-Tools-fuer-Sehbehinderte-2183383.html/from/atom10?wt_mc=rss.ho.beitrag.atom

Nachschlag zur Deutschlandfunk-Sendung „Draht in eine dunkle“ Welt

Vor einigen Tagen habe ich hier auf die Sendung „Der Draht in eine dunkle Welt“ hingewiesen, die am 1. Mai im Deutschlandfunk ausgestrahlt wurde.

Selbst konnte ich die Sendung leider noch nicht hören, Clemens, ein Mitglied aus unserem Münchner Apple-Treff, hatte jedoch die Zeit und hat sich in seinem eigenen Blog Gedanken über die Sendung gemacht. Seinen Blog-Eintrag findet ihr hier:

http://clru.wordpress.com/2014/05/02/wo-man-nichts-sieht/

Habt ihr die Sendung gehört und was meint ihr dazu? Schreibt doch eure Meinung dazu in die Kommentarfelder bei Clemens oder hier im Blog.

Nächster Apple-Treff in München mit dem Themenschwerpunkt „Schreiben auf iOS-Geräten“

Der nächste Münchner Apple-Treff findet am nächsten Donnerstag, 8. Mai, um 18:30 Uhr in den Räumen des BBSB, Arnulfstraße 22, München, statt.

Themenschwerpunkt wird das Schreiben auf dem iPhone sein:

  • wie kann mit der normalen Tastatur Text geschrieben werden, wie wird Text markiert, kopiert, ausgeschnitten und eingefügt
  • die zwei unter iOS einstellbaren Eingabemodi
  • alternative Eingabemöglichkeiten (MBraille und Fleksy)

MBraille, das von Melanie und Martina vorgestellt wird, ermöglicht das Schreiben auf dem iPhone über die Eingabe der Zeichen in der Brailleschrift, für Brailleliebhaber eine tolle Sache. Ihr findet die App hier:

https://itunes.apple.com/de/app/mbraille/id639199558?mt=8

Fleksy ist eine Tastatur, die die Eingabe von Zeichen anhand der ungefähren Position auf dem Bildschirm erkennt und darauf basierend, ähnlich wie früher mit T9, Wörter vorschlägt. Die App Fleksy gibts hier:

https://itunes.apple.com/de/app/fleksy-keyboard-happy-typing/id520337246?mt=8

Beide Eingabemöglichkeiten können die Schreibgeschwindigkeit auf iOS-Geräten enorm beschleunigen, wenn man sie richtig einzusetzen weiß. Die Verwendung und die Möglichkeiten dieser beiden Apps wollen wir, zusammen mit den herkömmlichen Eingabemöglichkeiten, beim nächsten Apple-Treff besprechen.

EU stimmt für Blindenschranke, Zugänglichkeit für urhebergeschützte Werke für Blinde erleichtert

Die Möglichkeiten für blinde und sehbehinderte Menschen zukünftig leichter an die Inhalte urheberrechtlich geschützter Werke zu kommen, könnten sich zukünftig stark verbessern. Ein internationales Abkommen über Urheberrechtsausnahmen für Blinde erlaubt Verbänden und Bibliotheken künftig, auch ohne die Zustimmung des Rechteinhabers Kopien geschützter Werke in für Sehbehinderte und Blinde zugänglichen Formaten zu erstellen. Das sogenannte Marrakesch Abkommen wurde am 30. April von der Europäischen Union, Frankreich, Griechenland und Indien unterzeichnet, nun muss es nur noch von den Unterzeichnerstaaten, also auch Deutschland, in nationales Recht umgesetzt werden.

Mehr Informationen, und auch den Link zum Abkommen selbst,gibt es hier:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-stimmt-fuer-Blindenschranke-aber-gegen-Urheberrechtsausnahme-fuer-Bibliotheken-2181010.html?wt_mc=rss.ho.beitrag.atom

Bayernrundschlag Ausgabe Mai 2014 als Podcast verfügbar

Der Mai-Bayernrundschlag stellt euch eine neue Rubrik vor und hat ansonsten noch folgende Themen und Inhalte:

  • Annette stellt das Buch Das Diamantenmädchen von Ewald Ahrens vor – ein buntes Panorama der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts bietet sich in diesem Krimi, wenn auch mit historischen Fehlern und Falschangaben, so das Fazit der Rezensentin.
  • Pharmafirmen drücken sich vor barrierefreien Beipackzetteln, Kunstprojekt mit Lego-Steinen, Aura-Zentrum Bad Meinberg wird inklusives Bildungs- und Erholungshaus, Basis-Bibel auf Daisy-CD und BBS Nürnberg wurde Konzertflügel gestohlen – das sind die Meldungen der Infothek.
  • Haushaltsroboter können Menschen mit Behinderungen die Hausarbeit erleichtern. In einem Beitrag klären wir die Möglichkeiten und Grenzen von Staubsaugrobotern und stellen den VR 100 von Vorwerk detailiert vor.
  • Bernd hat dieses Mal viele Meldungen in seinen Mediennews – u. a. zu AFN in Bamberg, Zündfunk bei Spotify, dem neuen Fernsehsender TLC und dem neuen Programm von D-Radio Wissen.
  • In der neuen Rubrik Toolbox widmet sich eine vierköpfige Redaktion künftig in jeder Rundschlag-Ausgabe technischen Themen wie Hilfsmittel, Smartphones, Apps, PC usw. Melanie beginnt mit dem Thema Podcast und klärt, was das ist und wie man diese als blinde oder sehbehinderte Person am Smartphone nutzen kann.
  • Auf die Eventtipps und Rund um den Hörfilm, in dem es viel um die Hörfilmpreisverleihung 2014 geht, folgen die Spotoldies.
  • Wie halten wir Schritt mit dem technischen Fortschritt? Das ist eine Frage, die in einem Workshop des DBSV-Verbandstags Mitte Mai diskutiert werden wird. Der Stammtisch des Forum Arbeit und Beruf hat sich bereits seine Gedanken zu diesem Thema gemacht. Der Bayernrundschlag bringt eine Zusammenfassung der Diskussion.

Der Bayernrundschlag kann unter http://bayernrundschlag.podspot.de angehört und heruntergeladen werden.

Excel für Einsteiger im Aura-Hotel Saulgrub

Bildung ohne Barrieren schreibt folgendes Seminarangebot aus:

Excel I (für Einsteiger)

Termin:

Sonntag, 15. Juni, Beginn nach dem Abendessen Bis Samstag, 21. Juni, Abreise nach dem Frühstück

Wir sprechen an

:

  • Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die beruflich mit der Anwendung Microsoft Excel arbeiten bzw. arbeiten werden
  • Personen, die die Anwendung Microsoft Excel privat oder für das Ehrenamt nutzen möchten

Tagungsstätte

Aura-Hotel Saulgrub
Alte Römerstr. 41-43
82442 Saulgrub
Tel.: 08845-99-0

Teilnehmerbeitrag

950,00 Euro einschließlich Unterkunft und Verpflegung.

Zusätzliche Kosten (wie zum Beispiel für Diät oder Führhund) sind in unserem Preis nicht inbegriffen und müssen von den Teilnehmern selbst mit dem Haus abgerechnet werden.

Anmeldung

Ab sofort bei „Bildung Ohne Barrieren“ (BOB) – bitte verwenden Sie das Anmeldeformular im Internet:

http://www.bildung-ohne-barrieren.de/angebote/seminaranmeldung.html

Oder fordern Sie dieses an.

Anmeldeschluss ist der 16. Mai.

Mögliche Kostenträger

Diese Fortbildung wird vom Integrationsamt Karlsruhe für schwerbehinderte/gleichgestellte berufstätige Personen anerkannt, die die Inhalte für ihren Beruf benötigen und durch die Teilnahme an dieser Veranstaltung ihre Eingliederung ins Erwerbsleben sichern und ihre Wettbewerbsfähigkeit dadurch erhalten.

Voraussetzungen

  • Tastaturbeherrschung
  • Grundkenntnisse im Umgang mit Windows, Erstellen von Verzeichnissen und Dateien (Ordner- und Verzeichnisstruktur)
  • wenn notwendig, gute Kenntnisse der Braille-Schrift und im Umgang mit einer Braillezeile

Auf den zur Verfügung gestellten PCs im Schulungsraum ist folgende Anwendungssoftware vorhanden:

  • Screenreader: JAWS, COBRA und die Nutzung des kostenlosen Screenreaders NVDA ist möglich.
  • Großschriftprogramm: Zoomtext
  • Office-Anwendung – Office 2010

Anmerkung

Dieser Kurs wird mit Office 2010 durchgeführt. Der Kurs ist durchaus für den Umstieg von älteren zu aktuellen Office-Versionen geeignet auch wenn Excel-Kenntnisse bereits vorhanden sind.

Bei speziellen beruflichen oder privaten Ansprüchen kann der Inhalt des Kurses individuell angepasst werden.

Kursleitung: Andreas Beinert

Neuer iPad-Kurs für Senioren mit und ohne Sehbehinderung

Hier ein Veranstaltungshinweis für Menschen in Österreich, der von Gabriele Frisch verschickt wurde.

Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs und mcshark/mcworld begleiten Senioren in die Welt des Internets

Das iPad ist aufgrund seiner einfachen, intuitiven Bedienung besonders gut für ältere Menschen geeignet, die Zugang zum Internet bekommen möchten. Deshalb hat die Hilfsgemeinschaft der Blinden und Sehschwachen Österreichs gemeinsam mit den Apple-Experten von mcshark/mcworld einen speziellen iPad-Kurs für Senioren mit und ohne Sehbehinderung entwickelt, der im Mai 2014 startet. „Auch blinde und sehbehinderte Menschen können das iPad ideal nutzen, weil es unterstützende Funktionen anbietet wie VoiceOver, ein Bildschirmleseprogramm mit Sprachausgabe, oder eine Vergrößerungsfunktion“, erläutert Daniele Marano, Experte für Barrierefreiheit und neue Technologien der Hilfsgemeinschaft, die Idee hinter dem Kursangebot.

Kursinhalte

Im Schnupperkurs lernen Interessierte die grundlegenden Funktionen und Bedienungshilfen des iPads kennen. So können sie entscheiden, ob die Handhabung des Geräts ihren persönlichen Bedürfnissen entspricht.

Wer sich für das iPad entschieden hat, kann im Einsteigerkurs lernen, wie man mit dem Tablet im Internet surft, E-Mails verschickt, Apps herunterlädt und das iPad als Kamera und Fotoalbum nutzt.

Termine

  • Schnupperkurs 5. Mai 2014, 14.00 bis 16.00 Uhr
  • Einsteigerkurs 12. und 19. Mai 2014, 14.00 bis 17.00 Uhr

Die Geräte werden für die Dauer des Unterrichts zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmerzahl von fünf Personen pro Kurs erlaubt es den erfahrenen Coaches von mcshark/mcworld auf individuelle Fragen optimal einzugehen. Kursort ist das Beratungszentrum der Hilfsgemeinschaft in Wien-Brigittenau, Jägerstraße 36. Die Kosten belaufen sich auf EUR 20,- für den Schnupperkurs und EUR 45,- für den Einsteigerkurs. Bei entsprechendem Interesse können weitere Termine angeboten werden.

Information und Anmeldung

Daniele Marano, Tel. 01/330 35 45 – 41, E-Mail: marano@hilfsgemeinschaft.at

Der Draht in eine dunkle Welt – Digitale Technik für Blinde

Der Draht in eine dunkle Welt – Digitale Technik für Blinde – ist der Inhalt einer Sendung der Reihe „Forschung aktuell“, die im Deutschlandfunk am Donnerstag den 1. Mai 2014 ausgestrahlt wird.

Der Beschreibungstext zur Sendung lautet wie folgt und kann auf der Seite http://www.deutschlandfunk.de/hilfen-fuer-blinde-draht-in-eine-dunkle-welt.740.de.html?dram:article_id=283647 abgerufen werden:

„Blinde wieder sehen lassen, das ist ein weit entferntes Ziel der Neurologen. Ihre Vision sind Chips, die Lichtpulse direkt an den Sehnerv liefern. Während sich die Entwickler dabei mit vielen Hürden auf einem langen Weg abmühen, vollzieht sich im Alltag der Sehbehinderten mit weit weniger ambitionierter Technik eine kleine Revolution.

Ausgerechnet das Smartphone gehört dabei zur treibenden Kraft. Heute schon bietet es mit simplen Apps praktische Hilfe, mit einer visuellen Schnittstelle entstehen weitere Spielräume. Auch wenn die Bedienung der Geräte für Blinde nicht optimal ist, können sie die eingebauten Sensoren und die Rechenkraft der Mini-Computer nutzen, um die Welt um sie herum immer besser zu erfassen.

Dabei sind die klugen Telefone längst nicht alles. Elektronik dominiert den Alltag allerorten und verspricht Blinden Innovationen, die sie selbst gar nicht bestellt haben – bis hin zum Automobil, das sowieso alleine lenkt.“

Aurisono – das erste Onlinemagazin zum Thema Audiobearbeitung und recording für blinde und sehbehinderte Menschen

Aurisono ist ein Onlinemagazin, dass blinden und sehbehinderten Menschen, die im Bereich der Audiobearbeitung (dem erstellen, schneiden und aufnehmen) von Audiobeiträgen aktiv sind, praktische Unterstützung in diesem Bereich liefert.

Egal ob Anfänger oder fortgeschrittener User hilft das Magazin dabei, barrierefreie Audiobearbeitungstechnologie zu finden und zu bedienen. Neben der Vermittlung von nützlichem Wissen bietet das Magazin auch die Möglichkeit eigene Inhalte zu diesem Themenbereich ins Netz zu stellen und so anderen Usern zugänglich zu machen.

Mehr Infos unter: http://aurisono.de